Bilder aus dem 16. + 17. Jahrhundert zeigen uns das viele Werkzeuge in der Formgebung gleichgeblieben sind. Das Messer, die Läutertonne, die Klopfstöcke, der Fellkamm und die Kardätsche. Seit vielen Jahrhunderten klopften die Kürschner die Pelze im Dreiertakt. Es dient noch heute um schonend Staub und lose Haare aus den Pelzen zu lösen.
Pelzer, das war der Name bis Ende des 16. Jahrhunderts. Dann kam das Wort: Kürschner abgeleitet von „Chursina“ im Mittelalter Pelzrock. Die Bezeichnung Kürschner ist uns bis heute erhalten.
Im Laufe der Jahrhunderte änderte sich das Berufsbild. Gehörten früher noch das Gerben und Färben zum Berufsbild. Wurden später Färber und Gerber eigene Berufe.
Die moderne Kürschnerei begann nach unserer Rechnung ab 1870.
Die Pelznähmaschiene wurde 1880 erfunden. Die erste Persianer Jacke wurde 1885 in Paris hergestellt. Auf der Weltausstellung Paris 1900 wurden die ersten Mäntel aus Nerz + Zobel hergestellt und gezeigt.
Deutschland war eine Hochburg der Kürschnergesellen. Es waren bis dato nur Männern vorbehalten Kürschner zu werden. Zu tausenden gingen Gesellen aus Deutschland in die Schweiz, Frankreich, Belgien, England und Nordamerika. Sie waren die Lehrmeister der modernen Kürschnerei.
Von 1880 bis weit nach 1900 waren die technischen Leiter aller großen Kürschnerbetriebe auf der ganzen Welt Deutsche Kürschner.
Durch die Erfindung der Pelznähmaschiene veränderte sich vollkommen das Bild des Kürschners.
Traditionelle Arbeitsmethoden mussten umgestellt werden um sich den Gesetzen der Mode anzupassen. Linien, Formen und Farben mussten beachtet werden. Die Mode gab die Verarbeitungstechniken vor. Harmonie und die Beherrschung der Optik bestimmten die handwerklichen Aufgaben. Die Erfahrung des Kürschners bringt virtuos das Fell in die gewünschte Form. Mit recht sprechen wir von Kürschner Kunst.
Techniken und Verarbeitungsmethoden aus dieser Zeit ist der Grundstein unseres heutigen Wissens. Welches wir als Meisterbetrieb an unsere Auszubildenden weitergeben. Vollkommene Beherrschung der Fachtechnik, das modische einfühlen moderner und nachhaltiger Bekleidung: Pelz, das sind die Grundbedingungen bis heute!
Der Kürschner, ein Jahrhunderte Alter Beruf. Der Pelz, ein Jahrhunderte altes Nachhaltiges Material. Daher: Modern, Modisch, Ideal für unsere heutige Zeit!